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Kooperationsverbünde

Im Freistaat Sachsen kommt der Vielfalt der Förderorte für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf bzw. Behinderung – insbesondere mit Blick auf das Wahlrecht der Eltern – eine hohe Bedeutung zu. So können diese Schülerinnen und Schüler an einer Förderschule oder inklusiv an einer Grundschule oder weiterführenden Schule unterrichtet werden. Die Entscheidung darüber liegt bei den Eltern, soweit bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Maßgeblich für die Wahl des am besten geeigneten Förderortes ist immer das Kindeswohl – denn nur so kann die Gesamtpersönlichkeitsentwicklung und die Verbesserung der Teilhabechancen erfolgreich gelingen.

Dies wird erreicht, wenn alle Kinder und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. Behinderung durch intensive Förderung zu einem ihrem Leistungspotenzial entsprechenden Bildungsabschluss geführt und gezielt auf das Berufs- und Arbeitsleben vorbereitet werden.

Darüber hinaus ist die Entwicklung und Ausgestaltung von Maßnahmen zur Gewährleistung inklusiver Bildungsangebote eine langfristige Aufgabe. Um tragfähige Strukturen für die Umsetzung der Inklusion zu schaffen, wurden in den vergangenen Jahren in allen Regionen Kooperationsverbünde gegründet, die sich langfristig zum Ziel gesetzt haben, inklusive Strukturen vor Ort zu entwickeln und auszubauen.

Ziel der Kooperationsverbünde ist es, die pädagogische und sonderpädagogische Förderung und die Ausgestaltung des inklusiven Unterrichts in allen Förderschwerpunkten u. a. mit zumutbaren Schulwegen zu sichern. Sie vernetzen die regionalen Partner und erleichtern auf diesem Weg die Zusammenarbeit vor Ort.

Kooperationsverbünde

  • sind Verantwortungsgemeinschaften von Schulen und weiteren externen Partnern,
  • dienen der besseren Vernetzung der Partner vor Ort,
  • erleichtern deren Zusammenarbeit und
  • tragen zu einer effektiven Förderung aller Schülerinnen und Schüler bei.

Umsetzung in den Regionen

Rückblick

In allen sächsischen Regionen wurden insgesamt 64 Kooperationsverbünde gebildet. Sie sollen zur bestmöglichen Vernetzung aller Partner für schulische Inklusion vor Ort beitragen und deren Zusammenarbeit erleichtern. Dabei wird den regionalen Bedingungen und Unterschieden Rechnung getragen. Dieser Prozess wurde erfolgreich durch die Hochschule Zittau/Görlitz begleitet.

Die bisherigen Ergebnisse beim Aufbau der Kooperationsverbünde mündeten in den Inklusionsbericht des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus, der dem Sächsischen Landtag zum 30.09.2021 zugeleitet wurde.

Die Weiterentwicklung der schulischen Inklusion durch die Kooperationsverbünde in Sachsen ist ein Prozess, der in drei Stufen unterteilt werden kann:

  • Konstituierung und Aufbau der Kooperationsverbünde (abgeschlossen),
  • Stabilisierung und Festigung der entstandenen Netzwerke (derzeitige Arbeitsaufgabe) sowie
  • Überprüfung der Wirksamkeit der entwickelten Netzwerkstrukturen (zukünftige Aufgabe).

Ausblick

Ein Kooperationsverbund zeichnet sich durch

  • eine fortwährende Vernetzung,
  • eine erfolgreiche Gestaltung von Übergängen,
  • ein umfassendes Inklusionsverständnis aller Partner sowie
  • eine umfassende Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus.

Das SMK stellt die notwendigen Ressourcen für eine professionelle Moderation und Koordination der Kooperationsverbünde bereit.

Ein Kooperationsverbund entsteht im Kleinen und wächst mit jeder zusätzlichen Zusammenarbeit. Damit die Weiterentwicklung eines Kooperationsverbundes gelingt, bedarf es der andauernden Unterstützung aus Politik, Verwaltung, Schule und Gemeinwesen.

Hier finden Sie Ergebnisse, Empfehlungen und Hinweise auf Arbeitsprozesse:

Zu den aktuellen Aufgaben der Hochschule gehören der Abschlussbericht über die organisatorische und inhaltliche Begleitung beim Aufbau der Kooperationsverbünde sowie die Planung, Durchführung und Ergebnissicherung des Kongresses: „GEMEINSAM – Bildungslandschaften gestalten – Partner vernetzen – Inklusion leben“ vom 09. – 11.03.2023 in Görlitz.

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