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Informationen für Lehrkräfte

Freiräume gestalten: Inklusive Unterrichtsentwicklung

Lehrer mit Schüler

Die Gestaltung eines inklusiven Unterrichts stellt Lehrkräfte aller Schularten vor anspruchsvolle Aufgaben: 

  • Wie kann ich den Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen aller Schülerinnen und Schüler gerecht werden?
  • Welche Anforderungen ergeben sich im Hinblick auf die pädagogische Diagnostik? 
  • Wie plane ich lernzieldifferenten Unterricht? 
  • Was bedeutet Nachteilsausgleich und wie gehe ich verantwortungsvoll damit um? 
  • Wie gestalte ich die Leistungsermittlung und -bewertung lernförderlich und transparent? 
  • Wie binde ich u. a. Inklusionsassistentinnen und Inklusionsassistenten sowie Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter unterstützend in die gemeinsame pädagogische Arbeit ein?

Inklusiver Unterricht bietet die Chance, sich mit diesen Fragestellungen auseinanderzusetzen, neue Herangehensweisen zu erproben und die eigene professionelle Handlungsfähigkeit zu erweitern.  Eine wesentliche Gelingensbedingung für die erfolgreiche Umsetzung des gemeinsamen Lernens ist die Zusammenarbeit im Team. 

Erklärvideo »Pädagogische Diagnostik und präventive Förderung«

Im Video werden verschiedene Methoden und Instrumente der pädagogischen Diagnostik und präventiven Förderung von Schülerinnen und Schülern erläutert. Ausgehend von den vier Entwicklungsbereichen, die für die Gesamtentwicklung der Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung sind, werden Maßnahmen der pädagogischen Diagnostik und präventiven Förderung am Beispiel des Entwicklungsbereiches emotionale und soziale Entwicklung vorgestellt.

teamwork tafel

Unterstützungsmöglichkeiten

Bei der Gestaltung inklusiven Unterrichts können Lehrkräfte auf ein umfassendes Netzwerk der Beratung und Unterstützung zurückgreifen. Erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner innerhalb der Schule sind Kolleginnen und Kollegen mit einer sonderpädagogischen Qualifikation oder einem »Zertifikat integrativer/inklusiver Unterricht (ZINT)«, Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer sowie ggf. die Inklusionsassistentin oder der Inklusionsassistent bzw. die Schulsozialarbeiterin oder der Schulsozialarbeiter. Externe Beratung und Unterstützung bieten Kooperationspartner in den Förderschulen/Förderzentren, die Fachberaterinnen und Fachberater für Inklusion bzw. für die einzelnen Förderschwerpunkte, Trainerinnen und Trainer für Unterrichtsentwicklung, Schulpsychologinnen und Schulpsychologen sowie weitere regionale Partner.

Weiterhin bietet die Landesarbeitsstelle Schule-Jugendhilfe Sachsen e. V. pädagogischem Personal an Grund- und Oberschulen, das lernzieldifferent unterrichtet, sowie den begleitenden Förderschulen Beratung in Form eines Coachings per Telefon, E-Mail und vor Ort an.

Für die Planung lernzieldifferenten Unterrichts stehen in der sächsischen Lehrplandatenbank unter der Rubrik »Übergreifende Materialien/Lernzieldifferenter Unterricht« ein Leitfaden sowie Planungsbeispiele und Lehrplansynopsen für unterschiedliche Fächer und Klassenstufen in der Grundschule und Oberschule zur Verfügung.

Darüber hinaus bietet die Materialbox für die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern Anregungen zur vielfältigen Verwendung von Unterstützungsmaterialien im Unterricht und außerhalb des Unterrichts.

Fortbildungsmöglichkeiten

Lehrer auf einem Sportfeld

Die komplexe Aufgabe der gemeinsamen Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf erfordert von allen Beteiligten die Bereitschaft zu kontinuierlicher fachlicher Fortbildung. Empfehlenswert ist insbesondere der im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus angebotene Zertifikatskurs »Integrativer/inklusiver Unterricht« (ZINT). Für Lehrkräfte aller Schularten besteht außerdem die Möglichkeit, sich in ausgewählten sonderpädagogischen Fachrichtungen berufsbegleitend weiterzubilden. Darüber hinaus stehen vielfältige Fortbildungsangebote des Landesamtes für Schule und Bildung sowie Angebote für die Schulinterne Lehrerfortbildung zur Verfügung.

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