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Was bedeutet Inklusion für Lehrkräfte?

Freiräume gestalten: Inklusive Unterrichtsentwicklung

Lehrer mit Schüler

Die Gestaltung eines inklusiven Unterrichts stellt Lehrkräfte aller Schularten vor anspruchsvolle Aufgaben: 

  • Wie kann ich den Lern- und Entwicklungsvoraussetzungen aller Schüler gerecht werden?
  • Welche Anforderungen ergeben sich im Hinblick auf die pädagogische Diagnostik? 
  • Wie plane ich lernzieldifferenten Unterricht? 
  • Was bedeutet Nachteilsausgleich und wie gehe ich verantwortungsvoll damit um? 
  • Wie gestalte ich die Leistungsermittlung und -bewertung lernförderlich und transparent? 
  • Wie binde ich u. a. Inklusionsassistenten und Schulbegleiter unterstützend in die gemeinsame pädagogische Arbeit ein?

Inklusiver Unterricht bietet die Chance, sich mit diesen Fragestellungen auseinanderzusetzen, neue Herangehensweisen zu erproben und die eigene professionelle Handlungsfähigkeit zu erweitern.  Eine wesentliche Gelingensbedingung für die erfolgreiche Umsetzung des gemeinsamen Lernens ist die Zusammenarbeit im Team. 

teamwork tafel

Unterstützungsmöglichkeiten

Bei der Gestaltung inklusiven Unterrichts können Lehrkräfte auf ein umfassendes Netzwerk der Beratung und Unterstützung zurückgreifen. Erste Ansprechpartner innerhalb der Schule sind Kollegen mit einer sonderpädagogischen Qualifikation oder einem »Zertifikat integrativer/inklusiver Unterricht (ZINT)«, Beratungslehrer sowie ggf. der Inklusionsassistent oder der Schulsozialarbeiter. Externe Beratung und Unterstützung bieten Kooperationspartner in den Förderschulen/Förderzentren, die Fachberater für Inklusion bzw. für die einzelnen Förderschwerpunkte, Trainer für Unterrichtsentwicklung, Schulpsychologen sowie weitere regionale Partner.

Für die Planung lernzieldifferenten Unterrichts stehen in der sächsischen Lehrplandatenbank unter der Rubrik »Übergreifende Materialien/Lernzieldifferenter Unterricht« ein Leitfaden (*.pdf, 832 KB) sowie Planungsbeispiele und Lehrplansynopsen für unterschiedliche Fächer und Klassenstufen in der Grundschule und Oberschule zur Verfügung.

Fortbildungsmöglichkeiten

Lehrer auf einem Sportfeld

Die komplexe Aufgabe der gemeinsamen Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf erfordert von allen Beteiligten die Bereitschaft zu kontinuierlicher fachlicher Fortbildung. Empfehlenswert ist insbesondere der im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus angebotene Zertifikatskurs »Integrativer/inklusiver Unterricht« (ZINT). Für Lehrkräfte aller Schularten besteht außerdem die Möglichkeit, sich in ausgewählten sonderpädagogischen Fachrichtungen berufsbegleitend weiterzubilden. Darüber hinaus stehen vielfältige Fortbildungsangebote des Landesamtes für Schule und Bildung sowie Angebote für die Schulinterne Lehrerfortbildung zur Verfügung.

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