22.08.2019

„Schätze beleuchten – Förderschulen als Kompetenzzentren“

Filmbeitrag im Rahmen der Initiative zur Stärkung der Förderschulen veröffentlicht

Im Ergebnis der Novellierung des Sächsischen Schulgesetzes im Jahr 2017 wurde das Elternwahlrecht im Hinblick auf die inklusive Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Regelschulen gestärkt, jedoch auch ein klares Bekenntnis zu den Förderschulen abgegeben.

Das Ziel der UN-BRK, die gesellschaftliche und berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu erreichen, wird sowohl mit dem Unterricht an Förderschulen als auch in der inklusiven Unterrichtung an Regelschulen umgesetzt. Maßstab hinsichtlich des geeigneten Lernortes muss – unter Berücksichtigung der schulischen Rahmenbedingungen und Ressourcen – jeweils das Wohl der Schülerinnen und Schüler sein. Zu beiden Formen leisten die Förderschulen sowohl im Rahmen der Unterrichtung ihrer originären Schüler als auch durch die sonderpädagogische Begleitung von inklusiv unterrichteten Schülern an Regelschulen einen unverzichtbaren Beitrag. Darüber hinaus besteht an den lernzielgleich unterrichtenden Förderschulen mit vollständiger Sekundarstufe I die Möglichkeit, den Haupt- bzw. Realschulabschluss zu erwerben.

Im Filmbeitrag „Schätze beleuchten – Förderschulen als Kompetenzzentren“, der im Rahmen der Initiative „Stärkung der Förderschulen“ entstanden ist, werden diese und weitere Aspekte der Arbeit an drei ausgewählten sächsischen Förderschulen vorgestellt. Bei den Schulen handelt es sich um die Astrid-Lindgren-Schule, Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, das Förderzentrum  "Anton Semjonowitsch Makarenko", Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen und um die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Chemnitz, Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Sehen.

Der Film zeigt eindrucksvoll auf, dass der sächsische Weg – eine Vielfalt der Förderorte vorzuhalten, indem neben der inklusiven Unterrichtung gleichberechtigt auch die Beschulung an einer Förderschule möglich ist – für alle Beteiligten Chancen und Möglichkeiten eröffnet. Denn Inklusion bedeutet zuallererst Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Und dies wird erreicht, wenn alle Kinder und Jugendlichen durch intensive Förderung zu dem für sie höchstmöglichen Bildungsabschluss geführt und gezielt auf das Berufs- und Arbeitsleben vorbereitet werden – entweder an der Regelschule oder an der Förderschule.

Der Film ist ab sofort in der Gesamtversion sowie in Ausschnitten abrufbar unter:

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