Schulversuch ERINA
»Erprobung von Ansätzen zur inklusiven Beschulung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in Modellregionen«
Ziele
Zielstellung des Schulversuchs war die Erprobung sowie Verbesserung und Weiterentwicklung der gemeinsamen Unterrichtung von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. Behinderung an allgemeinen Schulen in Sachsen mit folgenden Schwerpunkten:
- Entwicklung und Erprobung lernzieldifferenter Bildungsangebote im gemeinsamen Unterricht an allgemeinen Schulen in allen Altersstufen
- Aufbau und Ausbau regionaler Netzwerke und Kooperationsstrukturen
- Qualifizierung aller Akteure
- Weiterentwicklung der Methoden und Instrumente für die Beratung und Partizipation der Eltern
In vier Modellregionen wurden Wege und Umsetzungsmöglichkeiten zum gemeinsamen Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. Behinderung erprobt.
Umsetzung in der Praxis
Die im Rahmen des Schulversuchs tätigen Schulen haben sich in den letzten Jahren auf mehreren Ebenen weiterentwickelt. Grundlegend hierfür waren Prozesse der Auseinandersetzung mit Einstellungen, Werten und Überzeugungen sowie die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung ist dabei ein langfristig angelegter Prozess, der auf verschiedenen Ebenen stattfindet. Hierzu gehören:
- die Entwicklung einer Schulkultur, die Heterogenität wertschätzt und als Basis von Erziehung und Bildung betrachtet
- die Veränderung schulischer Strukturen, z. B. der Schul- und Unterrichtsorganisation und
- die Gestaltung inklusiver Lehr- und Lernprozesse
Alle im Schulversuch erfolgreich erprobten Maßnahmen, die eine inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung ermöglichen, werden im Abschlussbericht der Projektleitung zum Schulversuch thematisiert und anschaulich erläutert.
Ergebnisse und Fazit
Nach einer Laufzeit von sechs Jahren kann der Schulversuch vielfältige Erfahrungen und Ergebnisse präsentieren. An den im Schulversuch beteiligten Schulen haben sich viele engagierte Schulleitungen und Lehrkräfte dem Auftrag der inklusiven Unterrichtung gestellt.
Die Ergebnisse und Erfahrungen des Schulversuchs können Sie in zwei Broschüren nachlesen: Teil I: Abschlussbericht der Projektleitung und Teil II: Ergebnisse des Schulversuchs und Handlungsempfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung. Darüber hinaus steht der Gesamtbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum Download zur Verfügung.
Ausblick
Eine wesentliche Erkenntnis aus dem Schulversuch ist, dass die Herausforderungen, die sich aus der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ergeben, von der Einzelschule weder strukturell noch organisatorisch oder personell allein bewältigt werden können. Aus diesem Grund wird es für allgemeinbildende und berufsbildende Schulen bedeutsam sein, bereits bestehende Kooperationen mit anderen Schulen, mit regionalen und überregionalen sonderpädagogischen Beratungs- und Unterstützungseinrichtungen, aber auch mit außerschulischen Partnern zu Kooperationsverbünden auszuweiten.
Die Netzwerkarbeit der am Schulversuch beteiligten Schulen, die als Vorreiter dieser Aufgabe wegweisend sein kann, wird detailliert im Abschlussbericht der Projektleitung vorgestellt.
Weiterführende Informationen
- Der Schulversuch ERINA. Teil I: Abschlussbericht der Projektleitung
- Der Schulversuch ERINA. Teil II: Ergebnisse des Schulversuchs und Handlungsempfehlungen der wissenschaftlichen Begleitung
- Der Schulversuch ERINA: Gesamtbericht der wissenschaftlichen Begleitung
- Organisationsmodelle inklusiver Unterrichtung an Oberschulen - Erfahrungsberichte aus dem Schulversuch ERINA
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